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Veranstaltungen |
AktuellesZirkusprojektProjektzirkus5. – 9. Mai 2009
Zirkus GatowlinoAm Freitag, den 1. Mai 09, 11.00 Uhr, rollte eine weiße Lastwagenkarawane durch Gatow über den Berghang zur Grundschule am Windmühlenberg. Mit viel Geschick und etwas Lärmbelästigung für die Anwohner fuhren die Riesen auf unser Schulgelände. Alfred, der Chef der Artistenfamilie Sperlich lotste mit kräftiger Stimme und sicherem Blick für die Größe der Feuerwehreinfahrt und seiner Lastwagen alle Fahrzeuge auf unseren Pausenhof. Nach einem Begrüßungskaffee verabschiedeten wir uns bis Sonntag, 3. Mai, zum Aufbau des Zeltes. „Wie viele Eltern wohl zum Helfen kommen,“ fragte ich mich etwas bange. Die Sorge war unberechtigt. Viele Mütter und Väter eilten am Sonntag, den 3. Mai um 10.00 Uhr, sportlich gekleidet, mit ihren Kindern zur Schule. Die Gatower Schüler hatten schon von der Ankunft des 1. Ostdeutschen Zirkus Sperlich erfahren und kurvten seit Tagen mit dem Fahrrad über den Hof und bestaunten die Tiere, die am Rande des Sportplatzes grasten. Am Tag des Zeltaufbaus wurde ein Rund von 2o m Durchmesser abgesteckt und die fleißigen Eltern trugen unter urgewaltiger Stimme von Alfred Stangen, Sitzreihen, Zeltplanen und vieles mehr aus den Lastern dorthin. Sie schrubbten die Zeltplanen und den Sternenhimmel sauber, viele Mütter putzten die Stühle; jeder war beschäftigt. Nach 2 Stunden schauten wir alle freudig erregt und glücklich auf das wunderschöne rote Zelt; alle waren stolz auf diese gemeinsame Aktion. Für die fleißigen Helfer gab es Getränke. Kaffee und Kuchen. Wie werden unsere Schüler auf das Zelt und die Zirkusfamilie reagieren? Alle waren seit Wochen eingestimmt auf die Zirkuswoche, da die Schüler einen Namen für unseren Zirkus ausgesucht und sich für ein Zirkusplakat entschieden hatten. Gatowlino sollte der Zirkus heißen und das Plakat entstand aus einem Entwurf der 1a-SchülerInnen. Im Vorfeld haben die Klassenlehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern eine Einteilung in Artistengruppen vorgenommen, die auf dem Wunschprinzip basierte. Weiterhin haben wir die Schüler in die Gruppe A und B eingeteilt, Geschwisterkinder zusammengefasst und individuelle Wünsche berücksichtigt. Am Montag, dem 4. Mai liefen die Schüler auf den sich in eine Zirkuslandschaft verwandelten Schulhof. Voller Erwartung trafen sich alle mit ihren Lehrern und Erziehern im Zirkuszelt. Nach einer fröhlichen, lautstarken Begrüßung mit viel Applaus zeigten die Artisten 90 Minuten lang ihr Programm, das uns alle sehr begeisterte. Nicht eingeplant war, dass die Schulleiterin als „Opfer“ für die Messerwurfnummer herhalten musste. Sie hat diese Nummer nur wegen der ängstlichen Kinderaugen, die sie bewundert haben, heldenhaft durchgehalten. Nach der Vorstellung überprüften die Artisten die vorher festgelegten Wunschvorstellungen der Schüler. Manche Korrekturen wurden vorgenommen, aus Trapezkünstlern wurden Feuerschlucker, oder auch umgekehrt. Jeder Schüler fand seine Rolle, ob dick oder dünn, sportlich oder eher behäbig, schüchtern oder mutig, und begann am Dienstag mit den Proben; die Gruppe A um 8.00 Uhr, die Gruppe B um 11.00 Uhr. Am Mittwoch ging es weiter, nur dieser Tag war besonders, da Frau Baring Geburtstag hatte und von Manuel mit einem Trompetensolo in der Manege empfangen wurde. Danach sangen alle Schüler und Lehrer für sie und Lukas aus der 1b ein Geburtstagslied. Es wurde ein unvergesslicher Tag mit vielen freudigen Überraschungen. Donnerstag fand um 10.00 Uhr die Generalprobe der Gruppe A statt, bei der die Gruppe B zuschauen durfte. Alle Akteure waren aufgeregt, aber auch konzentriert und sehr diszipliniert. Höhepunkt dieser Generalprobe war der Auftritt von Thorsten Kremer, dem Sänger des Liedes „ Im Zauber der Manege“, das vom RBB aufgezeichnet wurde. Mittlerweile kannten alle dieses Lied auswendig und sangen kräftig mit. Wir erlebten mit großer Begeisterung eine Artistenschau, die wir Zuschauer aus der Gruppe B so nicht erwartet hatten. Höhepunkt des Tages war die Premiere der Gruppe A am Donnerstag um 17.00 Uhr. Rechtzeitig vor Beginn der Vorstellung versammelten sich die Kinder mit ihren Lehrern, um die Kostüme anzuziehen und einen letzten Hauch Schminke aufzutragen. Die glitzernden Kostüme, die hübsch frisierten Haare, die Schminke verwandelten unsere Schüler in wahre Artisten. Rasch füllte sich das Zirkuszelt mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden. Manuel, der Chef in der Manege, begrüßte alle. Es gab viel Applaus. Die Vorstellung begann ganz nachdenklich und gefühlvoll mit dem Schminken eines Clowns. Danach traten die Kinder aus der Kita-Havelbande mit dem Tüchertanz auf, gefolgt von der Schwertkiste, den Jongleuren, Tauben, der Seiltanzgruppe, den Clowns und der Zauberei. Mit großem Applaus wurden unsere jungen Artisten in die Pause entlassen. Da konnte man Popcorn, Würstchen und Getränke kaufen. Strahlende, glückliche Eltern traten aus dem Zelt, begeistert von den Leistungen ihrer Kinder. Diese waren stolz in die Rolle der Artisten zu schlüpfen und strengten sich enorm an. Nach der Pause erlebten wir die Ziegen - und Ponynummer, die Clowns mit Rollmops und Hering, die Trapezkünstler, die Fakirshow, die Akrobaten und als Finale das Abschminken des Clowns unter dem Sternenhimmel bei leiser Musik und den guten Wünschen von Manuel für eine friedliche Welt, in der sich die Menschen, egal welcher Hautfarbe und Herkunft, verstehen. Nach den Dankesworten stürmten alle Schülerartisten unter großem Applaus in die Manege und winkten den Zuschauern zu, die sich dem Zauber der Manege ergeben hatten und manche sogar ein paar Tränchen verdrückten. Am Freitag fand die Generalprobe der Gruppe B statt, die auch große Begeisterung bei den zuschauenden Mitschülern fand. Um 17.00 Uhr fand die Premiere der Gruppe B statt. Alle waren aufgeregt, auch wir Lehrerinnen, da wir statt der Kitakinder den Tüchertanz vorführten. Wir haben hautnah erlebt, wie die freudige Erwartung einen packt und das Herz schneller schlagen lässt. Am Samstag, 9. Mai fand die zweite öffentliche Vorstellung der Gruppe A um 10.00 Uhr statt, um 16.00 Uhr die der Gruppe B. Bei jeder Vorstellung war das Zelt bis auf den letzten Platz besetzt und man sah nur zufriedene Gesichter. Der Zauber war wirklich auf alle übergegangen; in der Schule herrschte während der ganzen Woche eine freudige, freundliche, erwartungsvolle Stimmung, die Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen verband. Nach der letzten Vorstellung am Samstag, die auch von dem Stadtrat für Bildung, Kultur und Sport Gerhard Hanke besucht wurde, halfen fleißige Eltern das Zirkuszelt abzubauen. Jeder Handgriff saß perfekt und nach gut einer Stunde fuhren die weißen Riesen von dannen. Am Montag wirkte unser Pausenhof verwaist, uns fehlte allen das rote Zirkuszelt und die freundliche Stimme von Alfred, Sylvia, Manuel und all den anderen Artisten. Kontakt: 1.Ostdeutscher Projektcircus Andre Sperlich Tourneetelefon: 0172/2715229 Maria Baring
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